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Metro AG
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Die Metro AG ist ein deutscher Konzern von GroĂhandelsunternehmen in ĂŒber 30 LĂ€ndern mit Hauptsitz in DĂŒsseldorf.cite-ref-4[4] Er betreibt 622 MĂ€rkte, ĂŒber 100cite-ref-5[5] davon in Deutschland.
Die heutige Metro entstand 2017 durch die Ausgliederung der Handelsketten Metro Cash & Carry und Real aus der alten Metro in die Metro Wholesale & Food Specialist AG, die sich spÀter selbst in Metro umbenannte. Der alte Metro-Unternehmensmantel, bei dem die Handelsketten MediaMarktSaturn verblieben, benannte sich danach in Ceconomy um. Die neue Metro verkaufte 2020 die Real-Handelskette, sodass nur noch die Metro-Cash-&-Carry-MÀrkte im Unternehmen verblieben sind.cite-ref-6[6]
Contents
âą Geschichte
âą Kennzahlen
âą Kritik
âą Sonstiges
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
GrĂŒndung und Expansion
Die Geschichte der Metro begann am 8. November 1963 in Essen-Vogelheim mit der Eröffnung des ersten SB-GroĂmarktes unter dem Namen Metro, der heute noch besteht. Der heute ebenfalls noch bestehende Markt in MĂŒlheim an der Ruhr kam Ende 1964 als zweiter Standort hinzu.cite-ref-7[7]cite-ref-0-8-0[8] GrĂŒndungs-Gesellschafter fĂŒr den ersten Markt in Essen waren zwei Lebensmittel-GroĂhĂ€ndler, die GebrĂŒder Ernst Schmidt und Wilhelm Schmidt-Ruthenbeck, die in zweiter Generation die von ihrem Vater 1923 gegrĂŒndete Firma Karl Schmidt OHG im Duisburger Innenhafen erfolgreich betrieben und ĂŒber 500 SPAR-Lebensmittel-EinzelhĂ€ndler belieferten. Ideengeber war im Wesentlichen Wilhelm Schmidt-Ruthenbeck. Den Namen âMetroâ hat er wahrscheinlich von dem Begriff âMetropoleâ abgeleitet. Er lieĂ die Namensrechte fĂŒr âMetroâ frĂŒhzeitig schĂŒtzen (auch nach Abstimmung mit dem damaligen Hollywoodriesen âMetro-Goldwyn-Mayerâ), was seinerzeit ohne VergĂŒtung möglich war.cite-ref-0-8-1[8]cite-ref-1-9-0[9]
Der Vertriebstyp Selbstbedienungs-GroĂhandel (Cash-and-Carry-Markt) kam Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre aus den USA nach Deutschland. Insbesondere durch die Ratio-MĂ€rkte der Firma Terfloth & Snoek in MĂŒnster und Bochum sowie die MĂ€rkte der Firma Handelshof in Haan, Köln und Mönchengladbach.cite-ref-10[10]
Planung und Eröffnung des ersten SB-GroĂmarktes unter der Firmierung Metro in Essen verantwortete Walter Vieth, der von 1963 bis 1970 dort GeschĂ€ftsfĂŒhrer war. 1964, ein Jahr nach Eröffnung des ersten Metro-Marktes in Essen, plante die Firma Stöcker & Reinshagen (Inhaberfamilie Schell) in der Nachbarstadt MĂŒlheim/Ruhr am Heifeskamp ebenfalls einen Cash-and-Carry-Markt. WĂ€hrend der Bauphase lernten sich die Kaufleute Schmidt-Ruthenbeck, Schmidt und Schell kennen und beschlossen, ihre C&C-AktivitĂ€ten zusammenzulegen. So grĂŒndeten sie die Metro-SB-GroĂmĂ€rkte GmbH & Co. KG mit Sitz in MĂŒlheim, spĂ€ter in DĂŒsseldorf. Alleinverantwortlicher GeschĂ€ftsfĂŒhrer wurde Otto Beisheim, bis 1964 Prokurist der Firma Stöcker & Reinshagen (GroĂhandel mit Elektro- und HausgerĂ€ten).cite-ref-0-8-2[8]
1966 kam als dritter Metro-Markt ein Haus in West-Berlin hinzu.cite-ref-0-8-3[8] Ebenfalls 1966 lernte Otto Beisheim durch Zufall Friedrich Wilhelm Lenz, den Vorsitzenden der GeschĂ€ftsfĂŒhrung des Unternehmens Franz Haniel & Cie. GmbH in Duisburg, im Flugzeug von Berlin nach DĂŒsseldorf kennen und konnte ihm von den erfolgreichen Metro-AktivitĂ€ten berichten. Haniel suchte zu dieser Zeit nach dem Verkauf einer Tankstellen-Kette (âRheinpreuĂenâ) neue Anlage-Möglichkeiten.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12] Die angesehenen Unternehmerfamilien des Ruhrgebiets, Haniel und Schmidt-Ruthenbeck, kannten und vertrauten einander aus GrĂŒnden privater und geschĂ€ftlicher Beziehungen. Vor diesem Hintergrund gelang es Otto Beisheim mit groĂem Geschick, Haniel als Gesellschafter der Metro zu gewinnen und im Rahmen dieser UmgrĂŒndung selbst zum Gesellschafter aufzusteigen. Die Anteile lagen ab diesem Zeitpunkt zu je rund einem Drittel bei der GrĂŒnderfamilie Schmidt-Ruthenbeck und den Gesellschaftern Beisheim und Haniel.cite-ref-0-8-4[8]cite-ref-13[13]
makroUnter der alleinigen FĂŒhrung von Otto Beisheim begann 1967 mit der Eröffnung der Metro-MĂ€rkte in Godorf bei Köln, Hamburg, MĂŒnchen und, nach einer Verbindung mit der niederlĂ€ndischen Firma SHV Holdings (Steenkolen Handels-Vereeniging) Utrecht, dem ersten C&C-GroĂmarkt (Firma: Makro) in den Niederlanden, sowie 1968 in DĂŒsseldorf, eine rasche, sehr erfolgreiche Expansion der C&C MĂ€rkte in die FlĂ€che Deutschlands und Europas.cite-ref-0-8-5[8] Seit 1971 war Erwin Conradi Leiter der Metro, er revolutionierte das Marketing durch die EinfĂŒhrung von Postwurfsendungen und expandierte durch Marktöffnungen in den Niederlanden, Frankreich, Ăsterreich und DĂ€nemark (teils unter dem Namen Makro).cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]cite-ref-16[16] Im Jahr 1980 ĂŒbernahm die Metro 24,9 Prozent von Kaufhof, die Handelskette feierte im Jahr zuvor den 100. Geburtstag, im gleichen Jahr konnte das gesamte Warenwirtschaftssystem der einhundert Metro-MĂ€rkte in Westeuropa elektronisch betrieben werden.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18]cite-ref-19[19] 1992 ĂŒbernahm Metro die Asko Deutsche Kaufhaus AG,cite-ref-1-9-1[9] zu der unter anderem Adler, Praktiker, C+C Schaper, real-kauf sowie Möbel Unger gehörten.cite-ref-20[20] 1996 wurde zusammen mit der Jinjiang Group der erste Markt in Shanghai eröffnet.cite-ref-21[21]
Verschmelzung mit Kaufhof
Im MĂ€rz 1996 wurde die Bildung der Metro als Verschmelzung der Metro-Cash-&-Carry-MĂ€rkte mit der Kaufhof Holding AG, der Deutsche SB-Kauf AG (aus der Insolvenzmasse der co op AG) und der Asko Deutsche Kaufhaus AG (entstanden aus der Allgemeine Saar Konsum, an denen eine Metro-Beteiligungsgesellschaft zuvor jeweils Anteile gehalten hatte) bekannt gegeben. Zum Konzern gehörten auch die Huma Einkaufszentren, die SportfachmĂ€rkte Primus Sportwelt, die MHB Handel AG und der BĂŒroartikel- und Schreibwarenhersteller Pelikan, sowie Media-Saturn, das UnterhaltungselektronikgeschĂ€ft von MediaMarkt und Saturn.cite-ref-22[22] Die Aktie der rĂŒckwirkend zum 1. Januar gegrĂŒndeten Metro AG notierte erstmals am 22. Juli 1996 an der Frankfurter Wertpapierbörse und war bis 2012 Bestandteil des DAX.cite-ref-23[23]
1997 verkaufte die SHV Holdings ihre Beteiligung an den 86 europĂ€ischen Makro-Filialen an die Metro.cite-ref-24[24] SHV blieb jedoch EigentĂŒmer der 103 Makro-Filialen in SĂŒdamerika (Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Venezuela), sowie der 69 MĂ€rkte in Asien (Thailand, Indonesien, Pakistan, Philippinen und China).cite-ref-25[25]
1998 wurden zudem 94 Allkauf-SB-WarenhĂ€user ĂŒbernommen, auĂerdem die Allkauf Touristik Vertriebs GmbH mit 160 ReisebĂŒros, die von der Metro wieder verĂ€uĂert wurden. Die Allkauf Franchise GmbH, zu der zirka 90 FotofachgeschĂ€fte gehörten, wurde im November 1998 an Ninaâs Bildermarkt Sommer GmbH, Castrop-Rauxel verkauft (2001 Insolvenz).
1998 wurden die Computerhandelsunternehmen Vobis und Maxdata, die Adler ModemĂ€rkte und die SchuhhandelsgeschĂ€fte von Reno, der Discounter Tip, Möbel Roller sowie unrentable Kaufhof-Filialen in das zusammen mit der Deutschen Bank und dem Gerling-Konzern gegrĂŒndete Beteiligungsunternehmen Divaco eingebracht, um hierfĂŒr neue KĂ€ufer zu finden. Die Bilanzierungspraktiken des Vorstands der Gesellschaft waren insbesondere im Zusammenhang mit der bis 2003 bestehenden Beteiligung an der Divaco der heftigen Kritik des ehemaligen Managers und Musik-MĂ€zens Hannjörg Hereth ausgesetzt, der in einem aktienrechtlichen Anfechtungsprozess gegen die Wahl des langjĂ€hrigen AbschlussprĂŒfers Fasselt & Partner erfolgreich in die Berufung ging.
Entwicklung ab 2000
Ab November 2002 nannte sich das Unternehmen âMetro Groupâ. Im Dezember 2003 trennte sich die Metro von ihrer Beteiligung an der Divaco KG und verĂ€uĂerte ihre Anteile an den AlleinaktionĂ€r und Alleinvorstand Siegfried Kaske fĂŒr einen Euro.cite-ref-26[26] 2004 kaufte Metro von Divaco die Adler ModemĂ€rkte wieder zurĂŒck. 2005 trennte sich Metro von der Baumarktkette Praktiker, die als eigenstĂ€ndiges Unternehmen an die Börse ging. Mit ihr wurden auch Top-Bau und die BaumĂ€rkte von Extra Bau+Hobby aus der Gruppe herausgelöst. Im Juli 2006 kaufte Metro die 85 deutschen Verkaufsniederlassungen des Wal-Mart-Konzerns, der damit sein verlustreiches Deutschland-GeschĂ€ft aufgab. Die Wal-Mart-LĂ€den wurden zum groĂen Teil in die Real-Vertriebsmarke eingegliedert.cite-ref-27[27]
Im Juli 2008 wurde die Vertriebsmarke Extra (VerbrauchermarktaktivitĂ€ten mit etwa 250 Standorten und zirka 1,6 Mrd. Euro Umsatz) durch die Rewe-Gruppe ĂŒbernommen. Die Extra-MĂ€rkte wurden in der zweiten JahreshĂ€lfte 2008 auf das Rewe-Sortiment umgestellt. Die Franchisemarken Comet und Bolle, unter denen rund ein FĂŒnftel der zirka 250 MĂ€rkte lief, wurden dagegen zunĂ€chst weitergefĂŒhrt. Die Franchise-Zentrale ging an die Rewe Group. Metro verĂ€uĂerte im Februar 2009 die Adler ModemĂ€rkte an die Beteiligungsgesellschaft BluO.cite-ref-28[28]
AnlĂ€sslich der Bilanzpressekonferenz im MĂ€rz 2010 wurde der Ăffentlichkeit ein neues Logo der Handelsgruppe vorgestellt.cite-ref-29[29] Durch die gestalterische Orientierung am Logo der Metro-Cash-&-Carry-MĂ€rkte sollte nach Aussage der Unternehmensvertreter auch mehr KundennĂ€he signalisiert werden. Die verĂ€nderte Corporate Identity war zudem Ausdruck der neuen, durch das Reorganisationsprogramm âShape 2012â initialisierten Konzernstruktur.cite-ref-30[30] Ende 2010 zog sich Metro mit der Vertriebslinie Metro C&C aus Standorten in Rostock, Halle und Berlin zurĂŒck. Der Standort Rostock wurde von Handelshof ĂŒbernommen. Die anderen GroĂmĂ€rkte wurden geschlossen. Im November gab Metro bekannt, dass der bisherige Vorstandschef Eckhard Cordes zum Jahresende 2011 aus dem Unternehmen ausscheiden werde. Neuer Vorstandsvorsitzender wurde zum 1. Januar 2012 Olaf Koch, zuvor im Vorstand fĂŒr das Finanzressort zustĂ€ndig.cite-ref-31[31]
Im Herbst 2014 vereinbarte Metro eine internationale Kooperation mit der französischen Handelsgruppe Auchan in Form abgestimmter Verhandlungen mit GroĂlieferanten und gemeinsamer Beschaffung von Nonfood-Artikeln insbesondere im Bereich der Handelseigenmarken.cite-ref-34[34] Im Juni 2015 gab Metro bekannt, dass der kanadische Handelskonzern Hudsonâs Bay die Warenhaustochter Kaufhof fĂŒr 2,8 Milliarden Euro ĂŒbernehme.cite-ref-35[35]
Im Oktober 2019 gab Metro bekannt, eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Einzelhandelsunternehmen Wumei Technology Company einzugehen, indem sie ihre gesamte Beteiligung an der Metro China verkaufte und im Gegenzug eine 20-prozentige Beteiligung an dem daraus resultierenden Joint Venture erhielt. Die Transaktion wurde mit 1,9 Milliarden Euro bewertet. Metro China erzielte 2017/18 einen Jahresumsatz von 2,7 Milliarden Euro. Die Gesellschaft hatte ihren Sitz in Putuo, Schanghai, und wurde von Claude Sarrailh als CEO geleitet.cite-ref-36[36]
Metro vor der Aufteilung (2017)
| Name | Typ | Umsatz (2011) in Millionen Euro | Mitarbeiter (2011) |
|---|---|---|---|
| Cash & Carry | Cash & Carry GroĂhandel | 31.155 | 126.350 |
| Media Markt und Saturn | Elektrohandelsketten | 20.604 | 65.904 |
| Real | SB-Warenhaus | 11.230 | 62.504 |
| Kaufhof | WarenhÀuser | 3.450 | 23.768 |
Aufteilung (2016â2017)
Vorgeschichte
Erich Kellerhals und seine Frau Helga eröffneten 1979 zusammen mit dem ehemaligen Karstadt-Abteilungsleiter Walter Gunz den ersten Media Markt und bauten daraus zusammen mit dem Einzelhandelskaufmann Leopold Stiefel eine Kette auf. Die Mehrheit der Anteile haben sie 1988 an den damaligen Kaufhof verĂ€uĂert, der seinerseits die Saturn-MĂ€rkte mit in die Verbindung einbrachte und der 1996 von Metro ĂŒbernommen wurde. Im Zuge der Eingliederung hatte Kellerhals das weitgehende Mitentscheidungsrecht ĂŒber Media-Saturn, das UnterhaltungselektronikgeschĂ€fts der Gruppe, eingerĂ€umt bekommen â ab 2010 kam es zu wiederholten Spannungen zwischen Metro und Kellerhals ĂŒber die GeschĂ€ftspolitik der Gruppe, die auch auf den Börsenkurs drĂŒckte.
Abspaltung
Am 30. MĂ€rz 2016 kĂŒndigte der Vorstand an, Metro aufzuspalten. Dabei sollten die Sparten Elektronik (Media Markt und Saturn) und Lebensmittel (Real und Metro C&C) voneinander getrennt werden.cite-ref-39[39] Das Lebensmittel-Segment wurde anschlieĂend in die Tochtergesellschaft Metro Wholesale & Food Specialist AG ausgegliedert,cite-ref-vp-40-0[40] die 2006 als LEDA Unternehmens-Verwaltungs GmbH von Walmart ĂŒbernommen worden war.cite-ref-vp-40-1[40]
Am 6. Februar 2017 stimmten die AktionĂ€re fast einstimmig der geplanten Aufteilung zu.cite-ref-41[41] Mit Eintragung ins Handelsregister wurde am 12. Juli 2017 die Metro Wholesale & Food Specialist AG von der Metro abgespalten.cite-ref-42[42] Jedem Besitzer von Stamm- oder Vorzugsaktien der Metro AG wurden dabei im VerhĂ€ltnis 1:1 Stamm- und Vorzugsaktien der Metro Wholesale & Food Specialist AG zugeteilt,cite-ref-43[43] die am nachfolgenden Tag im Segment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an der Börse Luxemburg notiert wurden. AbschlieĂend wurde die bisherige Metro AG in Ceconomy AG umbenannt,cite-ref-44[44] und die Metro Wholesale & Food Specialist AG in Metro AG.cite-ref-pm-prospekt-45-0[45]
Entwicklung ab 2017
Verkauf von Real
Im September 2018 gab Metro bekannt, die Supermarktkette Real verkaufen zu wollen. Das Unternehmen wolle sich kĂŒnftig ganz auf den GroĂhandel fokussieren.cite-ref-46[46] Im Mai 2019 gab Metro exklusive Verhandlungen ĂŒber einen Verkauf von Real als Ganzes bis zum Sommer an ein Konsortium um die Redos-Gruppe bekannt.cite-ref-47[47] Anfang Juli 2019 bestĂ€tigte das Unternehmen, ein Angebot von dem Immobilieninvestor X+Bricks gemeinsam mit dem Investor SCP Group erhalten zu haben.cite-ref-48[48] X+Bricks wurde 2018 von dem frĂŒheren CEO der Corestate Capital Group, Sascha Wilhelm, gegrĂŒndet mit Fokus auf Lebensmittelhandelsimmobilien;cite-ref-49[49] die SCP Group (Sistema Capital Partners) ist eine Tochter des russischen Finanzkonzerns Sistema; die beiden Unternehmen hatten sich fĂŒr das Angebot zusammengeschlossen und sich zudem die UnterstĂŒtzung von Kaufland gesichert.cite-ref-50[50]
Im Dezember 2019 beendete Metro die Verhandlungen mit Redos und fĂŒhrte fortan GesprĂ€che exklusiv mit dem Konsortium aus X+Bricks und SCP Group. Im Unterschied zu Redos beabsichtigt das Konsortium, Real zunĂ€chst als Ganzes ohne Minderheitsbeteiligung der Metro zu ĂŒbernehmen, erst spĂ€ter Teile an Marktteilnehmer zu verĂ€uĂern und einige MĂ€rkte unter dem bisherigen Namen Real weiterzufĂŒhren.cite-ref-51[51] Der Kauf wurde im Februar 2020 vereinbartcite-ref-52[52] und am 25. Juni 2020 abgeschlossen.cite-ref-53[53]
Einstieg von EP Global Commerce
Im August 2018 verkaufte der historische AktionĂ€r Franz Haniel & Cie. ein Stammaktienpaket (7,3 % der Metro-Aktien) fĂŒr 316 Millionen Euro mit Option auf den Erwerb des restlichen Haniel-Anteils (15,2 %) an die Gesellschaft EP Global Commerce der beiden Unternehmer Patrik TkĂĄÄ aus der Slowakei und Daniel KĆetĂnskĂœ aus Tschechien. Am 21. Juni 2019 legte die AktionĂ€rin EP Global Commerce dann ein freiwilliges öffentliches Ăbernahmeangebot fĂŒr die Metro vor. Sie bot 16 Euro je Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie.cite-ref-54[54] Der Metro-Vorstand wies das Angebot als zu gering zurĂŒck und empfahl den AktionĂ€ren, vorerst keine Anteile an die Bieterin zu verkaufen.cite-ref-55[55] Auch die Deutsche Schutzvereinigung fĂŒr Wertpapierbesitz (DSW) und die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) rieten vom Verkauf vorerst ab.cite-ref-56[56] Die Meridian-Stiftungcite-ref-57[57] der Familie Schmidt-Ruthenbeck wollte aus grundsĂ€tzlichen ErwĂ€gungen ihren Anteil nicht verkaufen.cite-ref-58[58] Kurz nach dem Ăbernahmeangebot verkaufte Ceconomy entsprechend einer bestehenden Option fast alle seiner restlichen Metro-Anteile an die EP Global Commerce.cite-ref-59[59]cite-ref-60[60] Auch die GroĂaktionĂ€rin Haniel bekrĂ€ftigte, ihren verbliebenen Metro-Anteil im Rahmen des als fair bewerteten Angebots an EPGC verkaufen zu wollen.cite-ref-61[61] Die Beisheim-Holding Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht zu ihren Absichten.cite-ref-62[62] Alle gekauften Aktien und Haniel-Optionen zusammengenommen, kam die Investmentgesellschaft EPGC rechnerisch ĂŒber die Schwelle von 30 %.cite-ref-63[63] Das Ăbernahmeangebot erreichte bis zum Ende der Annahmefrist dennoch lediglich eine Annahmequote von nur rund 42 %,cite-ref-64[64] verfehlte damit die von EPGC gesetzte Mindestannahmequote von 67,5 % deutlich, womit der Ăbernahmeversuch scheiterte.cite-ref-65[65]
Mitte September 2020 kĂŒndigte EP Global Commerce (EPGC) ein erneutes freiwilliges Ăbernahmeangebot, diesmal ohne Mindestannahmeschwelle, an; aufgrund des inzwischen stark gefallenen Aktienkurses wurden 8,48 Euro je Stammaktie und 8,87 Euro je Vorzugsaktie angeboten.cite-ref-66[66] Das Unternehmen lehnte den Ăbernahmeversuch weiterhin ab.cite-ref-67[67] Zum Ablauf der Annahmefrist am 30. Oktober 2020 erreichte EPGC einen Anteil von 37,1 % der Stammaktien und verlĂ€ngerte die Annahmefrist bis zum 17. November 2020.cite-ref-verl-ngerung-68-0[68] Nach Ablauf der erweiterten Annahmefrist erreichte EPGC einen Anteil von 40,6 % der Stammaktien.cite-ref-ausbau-69-0[69] Anfang Februar 2025 unterzeichneten Metro und EP Global Commerce eine Vereinbarung, um das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Zu dem Zeitpunkt hielt EP Global Commerce bereits 49,99 Prozent der Anteile der Metro. Die weiteren AnkeraktionĂ€re der Metro AG, Beisheim und Meridian, haben eine Vereinbarung mit EP Global Commerce geschlossen, dass sie weiter in der Metro investiert bleiben wollen.cite-ref-70[70]
Sonstige Entwicklung ab 2019
Von 2019 bis 2021 war Metro in Myanmar vertreten.cite-ref-71[71] Im August 2019 verkaufte Metro eine Mehrheit von 80 % an den AktivitĂ€ten in China fĂŒr rund 1,5 Milliarden Euro an die Wumei Technology Group;cite-ref-72[72] die Transaktion wurde im April 2020 abgeschlossen.cite-ref-73[73] Im September 2019 investierte Metro ĂŒber seine Investmenttochter, LeadX Capital Partners, in das schwedische Unternehmen Matsmart, das online mit hohen Rabatten Lebensmittel verkauft, die sonst weggeworfen worden wĂ€ren.cite-ref-74[74] Im gleichen Monat startete Metro einen Online-Marktplatz fĂŒr Gastronomie-, Hotel- und Catering-Kunden, ĂŒber den es gemeinsam mit Partnern Produkte aus dem Non-Food-Bereich anbietet.cite-ref-75[75] Anfang Oktober 2020 erwarb Metro den portugiesischen Lebensmittel-Lieferanten Aviludo Group.cite-ref-76[76] Im Zuge der Corona-Pandemie grĂŒndete die Digitalsparte der Metro, Hospitality Digital (spĂ€ter in DISH Digital Solutions umbenannt), Dish Order in Kooperation mit Google. Die Bestellplattform ermögliche Restaurants, provisionsfrei Kunden einen Lieferservice anzubieten.cite-ref-77[77] Im Dezember desselben Jahres wurde die Ăbernahme von Davigel Spanien vom US-GroĂhĂ€ndler Cisco verkĂŒndet, der ĂŒberwiegend HĂ€ndler auf den Balearen und den Kanarischen Inseln beliefert.cite-ref-78[78]
Anfang Dezember 2020 erhielt Metro ein A-Rating des Carbon Disclosures Projects im Bereich Klima.cite-ref-79[79] Bereits im August 2020 kĂŒndigte Metro an, dass Olaf Koch sein Amt als Vorstandsvorsitzender zum Ende des Jahres 2020 niederlegt.cite-ref-80[80] Im Januar 2021 ĂŒbernahmen die Vorstandsmitglieder Christian Baier (CFO) und Rafael Gasset (COO) gemeinsam die Position des Vorstandsvorsitzenden (CEO) fĂŒr eine Interimszeit.cite-ref-81[81] Anfang Februar 2021 bestellte der Aufsichtsrat der Metro Steffen Greubel zum neuen Vorstandsvorsitzenden; er tritt seine neue Position zum 1. Mai 2021 an.cite-ref-82[82] Im August 2021 kĂŒndigte Metro an, das operative GroĂhandelsgeschĂ€ft in Japan mit 10 MĂ€rkten und BelieferungsgeschĂ€ft bis Ende Oktober 2021 zu beenden.cite-ref-83[83] Im September 2021 kĂŒndigte Metro an, das BelieferungsgeschĂ€ft in Myanmar bis Ende Oktober 2021 zu beenden.cite-ref-84[84] Im September 2021 kĂŒndigte Metro an, ĂŒber ihre Gesellschaft in Ăsterreich neun GroĂhandelsmĂ€rkte der C&C AbholgroĂmĂ€rkte GmbH (AGM), das dazugehörige BelieferungsgeschĂ€ft und die Firmenzentrale in Salzburg von der Rewe Group zu ĂŒbernehmen.cite-ref-85[85] Im Jahr 2022 hat Metro Ăsterreich 700 Alnatura-Produkte, als Handelspartner des Bio-Unternehmens Alnatura Ăsterreich, ins Sortiment aufgenommen.cite-ref-86[86] Trotz der Invasion der Ukraine durch Russland 2022 setzt die Metro Russland ihre GeschĂ€ftstĂ€tigkeit fort.cite-ref-87[87] Im MĂ€rz 2022 erwarb Metro das niederlĂ€ndische Unternehmen Eijsink. Laut Branchenmedien wĂŒrde ĂŒber die Integration in die Hospitality Digital-Sparte der Metro der Ausbau des GeschĂ€fts von Eijsink im Bereich POS-Systeme und Digitalisierung fĂŒr die Hotellerie ermöglicht.cite-ref-88[88] Im Juni 2022 hat Metro das belgische GeschĂ€ft an Bronze Properties S.Ă r.l. verkauft.cite-ref-89[89] Das Immobilienportfolio von 11 Standorten verblieb bis Anfang 2025 bei Metro.cite-ref-90[90] Im Oktober 2022 ist Metro Ziel eines Cyberangriffs geworden mit teilweisem Ausfall der IT-Infrastruktur bei mehreren technischen Diensten.cite-ref-91[91] Im Mai 2023 verĂ€uĂerte Metro ihr GeschĂ€ft in Indien an Reliance Retail Ventures.cite-ref-92[92] Im gleichen Monat erwarb Metro fĂŒr circa 100 Mio. Euro die Johbeco AB und expandierte damit nach Schweden und Finnland. Deren Tochtergesellschaft Johan i Hallen & Bergfalk ist ein schwedischer Spezialanbieter fĂŒr Fleisch, Fisch und MeeresfrĂŒchte.cite-ref-93[93] Mit der Ăbernahme des britischen Unternehmens Caterite Food & Wineservice im August 2024 und der auf italienische und asiatische KĂŒche in der Systemgastronomie fokussierten deutschen GVS Group im Mai 2025 erweiterte das Unternehmen sein Angebot in der Belieferung von Lebensmitteln.cite-ref-94[94]cite-ref-95[95]
Entwicklung der EigentumsverhÀltnisse und Börse
An der Metro waren bis August 2007 Otto Beisheim mit 18,8 Prozent, die Franz Haniel & Cie. GmbH mit 18,4 Prozent und die Familie Schmidt-Ruthenbeck mit 13,0 Prozent beteiligt. Es bestand eine Vereinbarung, dass die drei âAlteigentĂŒmerâ zusammen ĂŒber 50 Prozent der Aktien halten mĂŒssen. Anfang September 2007 gab Haniel bekannt, dass sie ihren Anteil um 15,68 Prozent auf 34,24 Prozent erhöht hat. Gleichzeitig hat die Familie Schmidt-Ruthenbeck ihren Anteil auf 15,77 Prozent erhöht. Somit halten diese beiden Gesellschafter 50,01 Prozent der Aktien. Gemeinsam mit den 18,46 Prozent von Otto Beisheim hielten die Altgesellschafter somit 68,47 Prozent an Metro. Die Aufstockung der Aktienanteile durch die anderen beiden Altgesellschafter veranlasste Otto Beisheim (1924â2013) dazu, aus dem vorhandenen Poolvertrag auszusteigen. Anfang Oktober 2009 wurde bekannt, dass Otto Beisheim 17 Millionen Aktien fĂŒr rund 600 Mio. Euro verkauft habe. Damit hat er seinen Anteil von rund 18,5 Prozent auf rund 13 Prozent vermindert.cite-ref-96[96] Zu Ende Oktober 2014 löste Haniel den Poolvertrag mit Schmidt-Ruthenbeck auf.cite-ref-97[97] Im Juni 2015 waren die Aktien wie folgt verteilt: Haniel rund 25 Prozent, Schmidt-Ruthenbeck rund 16 Prozent, Gesellschafterstamm Beisheim 9,1 Prozent und im Streubesitz 50,1 Prozent.cite-ref-98[98]
Im August 2018 verkaufte Haniel ein Stammaktienpaket (7,3 % der Metro-Aktien) fĂŒr 316 Millionen Euro an die Gesellschaft EP Global Commerce, die den beiden Unternehmern Patrik TkĂĄÄ (47 %) und Daniel KĆetĂnskĂœ (53 %) gehört. Ihnen wurde zudem eine Option auf den Erwerb des restlichen Haniel-Anteils (15,2 %) eingerĂ€umt, woraufhin diese ein Ăbernahmeangebot veröffentlichten; dabei sicherten sie sich auch die von Ceconomy gehaltenen Aktien â nachdem das Angebot gescheitert war, reduzierte EP Global seinen Anteilsbesitz auf knapp unter 30 %, der Anteil, bei dem ein Pflichtangebot fĂ€llig gewesen wĂ€re. Nach einem erneuten Ăbernahmeangebot, welches im November 2020 endete, hielt EP Global Commerce rund 37 und Ende Dezember 40,6 Prozent der Anteile.cite-ref-99[99]cite-ref-100[100] Im MĂ€rz 2021 kĂŒndigte die Deutsche Börse den Wechsel der Metro vom MDAX in den SDAX an.cite-ref-101[101] Im April 2025 beantragte Metro das Delisting von der Börse Frankfurt. Daraufhin widerrief die Frankfurter Wertpapierbörse die Zulassung des Unternehmens fĂŒr den SDAX und die Notierung wurde mit Ablauf des 16. April 2025 beendet.cite-ref-102[102]cite-ref-103[103]
AktionÀrsstruktur
(Stand: 23. April 2025)cite-ref-104[104]:
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 68,17 % | EP Global Commerce |
| 24,99 % | Meridian Stiftung ( Schmidt-Ruthenbeck ) / Beisheim Holding |
| 6,84 % | Streubesitz |
Kennzahlen
Die Unternehmenskennzahlen haben sich wie folgt entwickelt:
| Jahr | 2016/17 [ 105 ] | 2017/18 [ 106 ] | 2018/19 [ 107 ] | 2019/20 [ 108 ] | 2020/21 [ 109 ] | 2021/22 [ 110 ] | 2022/23 [ 111 ] | 2023/24 [ 112 ] | 2024/2025 [ 3 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio. Euro) | 37.140 | 29.476 | 27.082 | 25.632 | 24.765 | 29.754 | 30.551 | 31.029 | 32,447 |
| Ergebnis nach Steuer (in Mio. Euro) | 345 | 348 | â115 | 471 | â45 | â331 | 439 | â125 | â224 |
| Anzahl Mitarbeiter | 155.082 | 117.078 | 101.654 | 97.639 | 95.141 | 94.944 | 91.201 | 87.810 | 86.740 |
Unternehmensstruktur
Seit Juni 2017 fĂŒhrt die Metro AG als zentrale Managementholding den Metro-Konzern. Das KerngeschĂ€ft GroĂhandel mit 623 MĂ€rkten in 21 LĂ€ndern (Stand MĂ€rz 2025cite-ref-113[113]) wird im GeschĂ€ftsbereich Metro Wholesale gefĂŒhrt. Der GeschĂ€ftsbereich teilt sich in METRO Wholesale (16 LĂ€nder) und MAKRO Wholesale (fĂŒnf LĂ€nder) auf. Zum GeschĂ€ftsbereich Wholesale zĂ€hlen auch Metros Lieferservices (METRO Lieferservice, Classic Fine Foods, Pro Ă Pro und Rungis Express), die das Unternehmen in zehn LĂ€ndern anbietet.
Im GeschĂ€ftsbereich Others (Sonstige) fasst Metro vor allem seine AktivitĂ€ten im Digitalisierungsbereich zusammen, wo digitale Lösungen fĂŒr die Gastronomie entwickelt werden. ZusĂ€tzlich werden in dem GeschĂ€ftsbereich die Dienstleistungen des Unternehmens im Immobiliensektor, der Logistik, IT, Werbung und Beschaffung zusammengefasst.cite-ref-114[114]
| Metro | Metro | Metro | Metro | Metro | Metro |
|---|---|---|---|---|---|
| Metro Deutschland | Metro Westeuropa (ohne Deutschland) | Metro Russland | Metro Osteuropa (ohne Russland) | Metro Asien | sonstige: DISH Digital Solutions Metro Markets Metro Properties weitere Servicegesellschaften |
Rechte am Namen âMetroâ
In verschiedenen Verfahren versuchte Metro, ihre Nutzungsrechte fĂŒr den Begriff âMetroâ zu sichern. Die niedersĂ€chsische Eisenbahngesellschaft MetroRail musste sich in Metronom Eisenbahngesellschaft mbH umbenennen, darf ihre ZĂŒge jedoch weiterhin Metro nennen. Auch der Metrorapid-Nachfolger MetroExpress wurde nach Klageandrohung umbenannt. In Nabburg (Oberpfalz) wurde die Diskothek Metro verklagt und musste sich umbenennen. Klagen gegen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Hamburger Hochbahn (HHA), den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und die MĂŒnchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wegen des Namens Metro-Bus fĂŒr einige Hauptbuslinien wurden in erster Instanz abgewiesen. Die zweite Instanz hat die Urteile zwar bestĂ€tigt, jedoch die Nutzungsmöglichkeiten der Verkehrsbetriebe fĂŒr den Namen Metro deutlich eingeschrĂ€nkt. Der BGH bestĂ€tigte im Jahr 2008 die Urteile der Vorinstanzen.cite-ref-115[115]cite-ref-116[116] Im Ruhrgebiet musste das Fahrradverleihsystem Metrorad Ruhr in Metropolradruhr umbenannt werden.cite-ref-117[117] Ebenso wurden Privatpersonen abgemahnt, wie beispielsweise ein 17-jĂ€hriger U-Bahn-Fan, der die Domain nuernberg-metro.de besaĂ.
Angesichts eines drohenden Markenkonfliktes benannte das Unternehmen Microsoft seine BenutzeroberflÀche Metro im Computerbetriebssystem Microsoft Windows 8 um.cite-ref-118[118]
Kritik
Die Gewerkschaft NGWF (National Garment Workers Federation) in Bangladesch setzte sich daraufhin mit der Kampagne fĂŒr Saubere Kleidung in Verbindung. Seit Mai 2009 ĂŒbte diese gemeinsam mit dem Verein Christliche Initiative Romero, Verdi und dem National Labor Committee öffentlich Druck auf Metro aus, so dass der Konzern am 18. Juni 2009 einer Wiederaufnahme der GeschĂ€ftsbeziehungen mit R.L. Denim zustimmte.cite-ref-119[119] R.L. Denim hatte zwischenzeitlich die Arbeitsbedingungen in der Fabrik verbessert.cite-ref-120[120]
Im Februar 2015 berichtete Der Spiegel, dass Metro entgegen einer Selbstverpflichtung aus dem Jahr 1999 weiterhin Produkte aus Tropenhölzern ohne FSC-Zertifizierung fĂŒr nachhaltige Forstwirtschaft beziehe. So arbeitete das Unternehmen danach mit einem asiatischen Konzern zusammen, âder riesige RegenwaldflĂ€chen in Indonesien zerstört hatteâ. Die selbstauferlegte EinschrĂ€nkung ist offenbar bis ins Jahr 2015 hinein unterlaufen worden. âDie verwendeten Hölzer ⊠kommen alle aus dem tropischen Zentral- und Westafrika. 50 bis 90 Prozent der BĂ€ume dort werden laut Interpol illegal geschlagen. Zudem stehen fast alle Hölzer auf der Roten Liste der gefĂ€hrdeten Arten, sechs Produkte waren falsch deklariert.âcite-ref-121[121]
Metro hĂ€lt auch nach dem russischen Ăberfall auf die Ukraine seit 2022 an seinem Russland-GeschĂ€ft fest. Kritiker bemĂ€ngeln, dass der GroĂhĂ€ndler damit den Angriffskrieg gegen die Ukraine mitfinanziere.cite-ref-122[122]
Sonstiges
âą Der Metro-Betrug war ein Betrugsfall, der sich 1980 in der Bundesrepublik Deutschland zum Nachteil der Metro ereignete.
âą Ab 2009 sponsorte Metro den jĂ€hrlich stattfindenden DĂŒsseldorf-Marathon. Im November 2021 beendete Metro das Sponsoring.
âą Metro war Namensgeber und Sponsor der DEG Metro Stars (inzwischen wieder DĂŒsseldorfer EG).
âą Die Betriebskrankenkasse der Metro AG (Metro AG Kaufhof BKK) ging im Juli 2009 in der KKH-Allianz auf.
âą Im Januar 2022 wurde Metro ErnĂ€hrungspartner von Fortuna DĂŒsseldorf.cite-ref-123[123]
Literatur
âą GĂŒnter Maximilian Schotte-Natscheff: Das Metromillionending: MillionĂ€r wider Willen. Simon, DĂŒsseldorf 1983, ISBN 3-923883-06-4.
âą Otto Beisheim: Distribution im Aufbruch: Bestandsaufnahme und Perspektiven. Franz Vahlen, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-8006-2375-7.
Weblinks
Commons
: Metro AG
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą metroag.de
âą Alte Metro Group-Archiv (Memento vom 3. September 2020 im Internet Archive) In: archiv.metrogroup.de
Einzelnachweise
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cite-note-22. Mitglieder des Aufsichtsrats. In: Metro. Abgerufen am 17. April 2025.
cite-note-gb2024-25-33. GeschÀftsbericht 2024/25. Metro AG, abgerufen am 9. Dezember 2025.
cite-note-44. â Ăber uns. In: metroag.de. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
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cite-note-1-99. â Auf Teufel komm raus. Der Spiegel, 19. Oktober 1992, abgerufen am 15. Juli 2020.
cite-note-1010. â Ralf Arenz: Vor 50 Jahren eröffnete in Köln der erste Handelshof. In: ga.de. General Anzeiger, 10. September 2011, abgerufen am 18. Mai 2022.
cite-note-1111. â Anja MĂŒller, Florian Kolf, Christoph Schlautmann: Haniel und Metro leiten das Ende einer Konzern-Ăra ein. In: handlesblatt.de. Handelsblatt, 26. August 2018, abgerufen am 18. Mai 2022.
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cite-note-4747. â METRO AG: METRO und redos vereinbaren exklusive Verhandlungen ĂŒber Real-Verkauf. 8. Mai 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. Mai 2019; abgerufen am 8. Mai 2019 (archivierter Inhalt auf Originalseite nicht darstellbar, aufgrund Archivierungsfehler).
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cite-note-6161. â n-tv NACHRICHTEN: MilliardĂ€r greift fester nach Metro. Abgerufen am 25. Juni 2019.
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cite-note-6666. â DGAP-News: EP Global Commerce GmbH: EP Global Commerce kĂŒndigt freiwilliges öffentliches Ăbernahmeangebot fĂŒr METRO AG an. In: finanznachrichten.de. 13. September 2020, abgerufen am 15. September 2020.
cite-note-6767. â Michael Gassmann: Metro: Tschechischer Investor Daniel Kretinsky will GroĂhandel ĂŒbernehmen. In: Die Welt. 14. September 2020 (welt.de [abgerufen am 15. September 2020]).
cite-note-verl-ngerung-6868. â Dow Jones News: EPGC hĂ€lt 37,09% an Metro â Zweite Annahmefrist bis 17. November. In: finanznachrichten.de. 3. November 2020, abgerufen am 3. November 2020.
cite-note-ausbau-6969. â Metro-Machtkampf: Kretinsky stockt Beteiligung weiter auf. In: finanznachrichten.de. 20. November 2020, abgerufen am 23. November 2020.
cite-note-7070. â Jonas Jansen: MilliardĂ€r KĆetĂnskĂœ will die Metro von der Börse nehmen. In: faz.net. 6. Februar 2025, abgerufen am 7. Februar 2025.
cite-note-7171. â newsroom.metroag.de.
cite-note-7272. â Metro verkauft sein China-GeschĂ€ft. In: Zeit Online. 11. Oktober 2019, abgerufen am 15. Juli 2020.
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